Cyberangriffe auf Unternehmen – einfach erklärt: Was ist das?

Handy, Laptop, Drucker, SmartHome Geräte wie Alexa oder vielleicht sogar Ihr Auto – alle diese Geräte sind auf die ein oder andere Weise mit dem Internet verbunden und machen dir so das Leben leichter. Aber hier ist die größte Vorsicht zu bieten. Die Kriminalität im Netz läuft zur Höchstform auf – mit einer Steigerung von fast 20% im Vergleich zum Vorjahr. Kein Wunder, dass 60% befragter Unternehmen im letzten Jahr auf Cyberangriffe reagieren mussten.

Was sind Cyberangriffe eigentlich?

Ein Cyber-Angriff liegt vor, wenn Cyber-Kriminelle versuchen, sich illegal Zugang zu elektronischen Daten zu verschaffen, die auf einem Computer oder in einem Netzwerk gespeichert sind. Die Absicht kann darin bestehen, den Ruf eines Unternehmens oder einer Person zu schädigen oder wertvolle Daten zu stehlen. Cyberangriffe können sich gegen Einzelpersonen, Gruppen, Organisationen oder sogar die Regierungen richten.

Hacker in dunklem Raum. Er betreibt Cyberangriffe

Wie funktioniert ein Cyberangriff?

Für einen erfolgreichen Cyberangriff müssen 2 simple Kriterien erfüllt werden. Diese lassen sich leider viel zu häufig vorfinden:

1. Eine Sicherheitslücke

Ein Exploit ist ein Stück Software, Daten oder eine Befehlsfolge, die eine Schwachstelle ausnutzt, um in Systeme einzudringen, ein unbeabsichtigtes Verhalten hervorzurufen oder unbefugten Zugriff auf sensible Daten zu erlangen.

Die Exploits lassen sich in vier große Kategorien einteilen:

  • Hardware
  • Software
  • Netzwerk
  • Personal

Exploits werden wie in der Natur auch immer als etwas anderes getarnt. Stellen Sie sich das so vor, als ob Sie ihrem Hund eine Tablette geben müssten. Ihm das Ding den Hals hinunter zu stopfen ist kompliziert und stressig. Aber sobald die Tablette in ein bisschen Futter eingewickelt ist frisst er sie ganz von alleine.

So schicken Hacker bei Cyberangriffen gerne eine E-Mail beispielsweise getarnt als Online-Verandhaus. Das scheint vertrauenswürdig.

2. Eine „ungewollte“ Aktion

Oft lässt sich die Sicherheitslücke auf menschliches „Versagen“ zurückführen. Sie haben eine E-Mail geöffnet? Haben Sie auf den Link geklickt? Sie haben auf einer Website ihre Daten angegeben?

Es geht oft schneller als man meinen mag. Schließlich schien doch alles vertrauenswürdig.

Verzweifelte Frau am Laptop nach  Cyberangriffe auf ihr Unternehmen

Was sind die Konsequenzen eines Cyberangriffs?

Gehackt werden, ohne dass es jemand mitbekommt? Ja, das ist möglich. Genau das sind die gefährlichsten Angriffe! Langsam und schleichend kann der Cyber-Kriminelle so sämtliche Daten von Kunden oder dem Betrieb sammeln, diese teilen und ausnutzen. Aber sie können auch im DarkNet landen und hier liegen sie dann so lange, bis sie jemand als interessant genug wahrnimmt, um sie zu kaufen.

Wird ein Cyberangriff bekannt, kann es einem Unternehmen die Existenz kosten. 1 von 5 Unternehmen geben an, dass sie infolge eines Angriffs negative Erfahrungen gemacht haben. Diese können sich wie folgt äußern:

Wirtschaftliche Kosten

  • Diebstahl von Unternehmensdaten
  • Diebstahl von Finanzdaten (z. B. Bank- oder Zahlungskartendaten)
  • Diebstahl von Geld
  • Unterbrechung des Handels (z. B. Unfähigkeit, Transaktionen online durchzuführen)
  • Verlust von Geschäften oder Verträgen

Reputationsschaden

  • Verlust von Kunden
  • Umsatzeinbußen
  • Gewinneinbußen

Rechtliche Konsequenzen

  • Strafen und Sanktionen

Warum tun sich so viele Unternehmen schwer sich gegen Cyberangriffe zu rüsten?

Gerade durch die Corona-Pandemie mussten viele Unternehmen von heute auf morgen ihr gesamtes System umstellen. Sie wurden regelrecht zur Digitalisierung gezwungen; und das ohne ausreichendes Fachwissen. Da ist es kein Wunder, dass da das ein oder andere System unwissentlich nicht ausreichend geschützt wurde.

Um zu verstehen, warum das so schwierig ist, muss man sich IT-Systeme nicht genau ansehen.

Die simple Erklärung ist: sie müssen alles können.

Stell es dir so vor wie ein Haus, das für alles offen sein muss. So stehen alle Türen sperrangelweit offen. Beim Einzug musst du dir das Haus dann so einrichten, dass es deinen Bedürfnissen entspricht. Der Ausblick auf den schönen Garten soll bestehen bleiben? Dann bleiben die Fenster nach vorne hin offen. Du musst dich schließlich wohl fühlen. Aber die Mülltonnen hinter dem Haus willst du nicht sehen? Dann ziehen wir die Vorhänge zu. Gegen Einbrecher möchtest du dich schützen. Dann musst du deine Türen verschließen.

Ähnlich ist es bei IT-Systemen. Auf einem Rechner sollten nur die Systeme installiert sein, die auch wirklich gebraucht werden! Durch diverse Softwares, die gar nicht benötigt werden, können Sicherheitslücken entstehen. So kann ein Cyber-Krimineller leichter in dein System eingreifen und Schaden anrichten.

Es ist von höchster Wichtigkeit alle IT-Systeme auf sichere Art und Weise aufzusetzen um das eigene Unternehmen und die Kunden bestmöglich zu schützen. Alleine ist das oft schwierig. Es handelt sich um komplexe Prozesse und für den Laien oftmals komplizierte Systeme. Holen Sie sich also Unterstützung von routinierten Experten. Gehen Sie kein Risiko ein, denn die Cyber-Kriminalität schläft nicht.